Die Orgel der Wallfahrtskirche

Die Orgel der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz geht auf die Zeit zurück, als in Stromberg der Jesuitenorden die Wallfahrt und die Stromberger Gemeinde leitete.

1682 erhielt die Kreuzkirche die Orgel, deren Gehäuse nach mehreren Umbauten seit 1978 eine zweimanualige Orgel mit 21 Registern beherbergte.

Nach einer ersten Ausreinigung und klanglichen Erweiterung auf 23 Register im Jahre 2001 musste noch einmal 2007 aufwendig an der Orgel gearbeitet werden, weil im Zuge der ersten Renovierung die Teleskophülsen in den Pfeifenstöcken nicht eingeleimt, sondern bloß eingesteckt waren. Mehrmals waren im Jahre 2006 die Orgelbauer gefordert, weil sich die Cis-Seite des Hauptwerkes aus unerklärlichen Gründen ständig verstimmte. Die Ursachen dieser Verstimmungen konnten damals aber nicht ermittelt werden.

Erst als im Zuge der Kirchenrenovierung die Zinkpfeifen des Orgelprospektes gegen neue Zinnpfeifen ausgetauscht und endlich die große Oktave der Gambe selbständige Pfeifen erhalten sollte, kullerten beim Ausbau der Pfeifenstöcke den Orgelbauern die lockeren Pulpeten entgegen, die dafür sorgen sollten, dass der Orgelwind gezielt in die Pfeifen kommen könnte. Die Pfeifenstöcke aus Massiv-Holz “arbeiten” beim Temperaturwechsel und so war es klar, dass das gesamte Pfeifenwerk Anfang 2007 wieder ausgebaut und mehr als 1000 Teleskophülsen in die Pfeifenstöcke eingeleimt werden mussten, ein sehr aufwendiges Unternehmen.

Seit März 2007 präsentiert sich nun die Orgel nach hervorragender Überarbeitung und Intonation durch die Firma “Westfälischer Orgelbau Siegfried Sauer” (Erbauer der Paderborner Domorgel) in einem hervorragenden klanglichen Zustand, ergänzt durch farbliche Arbeiten am Orgelprospekt und an der Orgelbühne.

Im Hauptwerk klingen 736 Pfeifen von wenigen Zentimetern bis fast 3 m Länge. Im Schwellwerk klingen 604 Pfeifen und das Pedalwerk der Orgel verfügt über 150 Pfeifen. Insgesamt erklingen in der Orgel der Kreuzkirche 1490 Pfeifen. Spieltisch mit 2 Registerbrettern und 112 Registerwippen, Leuchtdioden für Registercrescendo, 6 korrespondierende Abrufschalter für 4 Kombinationen und Tutti unter dem 1. Manual und 6 Pistons für Fußbedienung, 2 Schwelltritte für Registercrescendo und Schwellwerk.  Koppeln: Manual II/I; Manual I/Ped.; Manual II/Ped.

Disposition der Orgel

Manual I - Hauptwerk C - g’’’

 1.

Prinzipal

8’

Zinn/Zink

 56 Pfeifen

 2.

Gambe

8’

Zinn/Zink

 56 Pfeifen

 3.

Rohrflöte

8’

Fichtenholz

 56 Pfeifen

 4.

Oktave

4’

Zinn

 56 Pfeifen

 5.

Gamshorn

4’

Zinn/Zink

 56 Pfeifen

 6.

Waldflöte

2’

Zinn

 56 Pfeifen

 7.

Sesquiater

2-fach

Zinn

112 Pfeifen

 8.

Mixtur

4-5 fach

Zinn

232 Pfeifen

 9.

Trompete

8’

Zinn/Zink

 56 Pfeifen

 

Tremulant

 

 

 

Manual II - Schwellwerk C - g’’’

10.

Holzgedackt

8’

Tannenholz

 56 Pfeifen

11.

Weidenpfeife

8’

Zinn

 44 Pfeifen

12.

Prinzipal

4’

Zinn

 56 Pfeifen

13.

Blockflöte

4’

Tannenholz

 56 Pfeifen

14.

Kleinprinzipal

2’

Zinn

 56 Pfeifen

15.

Spitzquinte

1 1/3’

Zinn

 56 Pfeifen

16.

Cymbel 3fach

1/2’

Zinn

168 Pfeifen

17.

Dulcian

16’

Zinn

 56 Pfeifen

18.

Oboe

8’

Zinn/Zink

 56 Pfeifen

 

Tremulant

 

 

 

Pedalwerk C - f’

19.

Subbass

16’

Mahagoni

 30 Pfeifen

20.

Prinzipalbass

8’

Tannenholz

 30 Pfeifen

21.

Bassflöte

8’

Tannenholz

 30 Pfeifen

22.

Choralbass

4’

Zinn

 30 Pfeifen

23.

Posaune

16’

Eiche

 30 Pfeifen

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Arbeiten an der Orgel im Dez. 2010

Orgelweihe 1977